Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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„Claudius the Idiot“

Robert Graves – I, Claudius (Ich, Claudius, Kaiser und Gott)

2018-05-12 10.06.43.jpgDer römische Kaiser Claudius (10 v. Chr. – 54 n. Chr.) ist bereits 51, als er nach der Ermordung seines Neffen Caligula durch die Prätorianer gegen seinen Willen zum Imperator ausgerufen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt hat der unscheinbare Mann beinahe keinerlei öffentliches Amt bekleidet und obwohl er der Herrscherfamilie seiner Zeit angehört, hält sich sein politischer Einfluss bis dahin in engen Grenzen. Zugleich ist er einer von wenigen Männern seiner Generation und seiner Familie, die überhaupt so alt werden; seine Brüder und Cousins sind in den Jahren zuvor einer Reihe von Intrigen zum Opfer gefallen, weil sie verschiedenen anderen Männern (oder ehrgeizigen Müttern) im Weg standen. Nicht so Claudius, der aufgrund diverser körperlicher Beeinträchtigungen und einem ausgeprägten Sprachfehler oft belächelt wird (eine Reihe Historiker hat inzwischen die Vermutung geäußert, Claudius könne an Zerebralparese gelitten haben).

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„Lend me your ears“… an diesen Iden des März

Man muss ja eigentlich am 15. März kurz über Shakespeare reden. Genauer gesagt, Shakespeares Drama Julius Caesar, das die Verschwörung rund um Brutus zum Thema hat. Am 15. März 44 vor Christus, also laut römischem Kalender an den Iden des März, ersticht eine Gruppe römischer Senatoren Julius Caesar während einer Senatssitzung – angeführt von Brutus und Cassius.

The_death_of_caesar_Etching by J.C. Armytage after J.L. Gérome.

„The Death of Caesar“. Stich von J.C. Armytage nach J.L. Gérome. Wellcome Images.

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Ein Suchender

Jakob Wassermann – Faber. Oder: Die verlorenen Jahre 

Der Erste Weltkrieg ist vorbei und Eugen Faber kehrt heim. Schon wenige Wochen nach seinem Dienstantritt ist er in russische Gefangenschaft geraten und nach fünfeinhalb Jahren in Sibirien und China hat er es nach Hause geschafft. Wobei – „nach Hause“ lenkt der frühere Architekt seine Schritte eine ganze Weile erst mal nicht. Er mietet ein Pensionszimmer, irrt durch die Stadt und steht schließlich bei seinem ehemaligen Hauslehrer Fleming vor der Tür, kurz darauf bei der Mutter und seiner Schwester Klara.

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