Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Eat Food And Enjoy!

Michael Pollan – In Defense of Food. An Eater’s Manifesto (Lebens-Mittel: Eine Verteidigung gegen die industrielle Nahrung und den Diätenwahn)

Wie auch schon im Omnivoren-Dilemma, befasst sich Michael Pollan in diesem Buch mit Essen, beziehungsweise mit der Verteidigung von gutem (sprich: natürlichem) Essen, das zunehmend verdrängt wird – von Fast Food auf der einen Seite und Diät-Freaks auf der anderen Seite. Das Manifest, das Pollan hier vorlegt, lässt sich in drei Sätzen klar zusammenfassen: Eat Food. Not Too Much. Mostly Plants (Iss Essen. Nicht zu viel. Hauptsächlich Pflanzen). Das sind drei sehr klare Aussagen, die an sich wenig revolutionären Charakter haben und die einem als logisch einleuchten sollten. Und doch scheint dem nicht so zu sein, denn wenn es ums Essen geht, so Pollan, ist die heutige Gesellschaft verunsicherter als jede andere Generation vor ihr.
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Paul Roberts: The End of Food (nicht auf deutsch erhältlich)

Dass die industrielle Nahrungsproduktion nicht sehr nachhaltig ist, wissen inzwischen die Meisten, die ein Fünkchen Interesse an Ernährungsfragen haben. Aber selbst vielen von denjenigen, die etwas mehr Geld für das Biogemüse oder die lokal hergestellten Eier auszugeben bereit sind, ist vielleicht nicht völlig klar, welche unterschiedlichsten Faktoren in der modernen Nahrungserzeugung eine Rolle spielen (bei mir, zum Beispiel, war das so). Das erklärt Paul Roberts in diesem Buch anschaulich und abwechslungsreich.

Dabei konzentriert er sich hauptsächlich auf das 20. Jahrhundert, scheut aber auch nicht davor zurück, weiter auszuholen und beispielsweise Jägern und Sammlern etwas Platz einzuräumen. Auch geographisch deckt er eine Menge ab: Entwicklungs- und Schwellenländer finden hier ebenso einen Platz wie die großen Industrienationen. Hierbei ist jedoch bei der Lektüre zu beachten, dass er sich zum Großteil auf die USA konzentriert und weniger auf europäische Länder. Einige der angesprochenen Missstände treffen also beispielsweise nicht auf europäische / deutsche Nahrungsmittel zu, andere allerdings schon. Wer hier einen differenzierten Überblick bekommen möchte, muss ein wenig Eigenrecherche betreiben. Das ist aber nicht wirklich notwendig um dem Buch einiges abzugewinnen. Roberts ist schließlich weniger an länderspezifischen Problemen interessiert, sondern vielmehr am „Großen Ganzen“ und daran, wie alles in der Nahrungsmittelindustrie auch hinter den Kulissen zusammenhängt.

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