Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


Ein Kommentar

Ein farbloses Buch

Haruki Murakami – Die Pilgerjahre des farblosen Herrn Tazaki

Tsukuri Tazaki ist 36 und hadert noch immer mit einem Vorfall aus seiner Jugend: Als er zu Beginn seiner Studienzeit in Toyko für die Ferien in seinen Heimatort zurückkehrt, schneiden ihn seine Freunde aus heiterem Himmel. Tazaki und die vier Freunde haben während der Schulzeit jahrelang beinahe alles gemeinsam unernommen und haben sich in einer engen Symbiose zusammengefunden. Als die anderen vier ohne ersichtlichen Grund jeglichen Kontakt abbrechen, hadert der junge Tazaki sehr damit; ein gutes halbes Jahr lang denkt er an Selbstmord.

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Diesen Mann will ich gar nicht kennen

Carl Frode Tiller – Kennen Sie diesen Mann?

David hat sein Gedächtnis verloren; er weiß nicht mehr, wer er ist. Um ihm dabei zu helfen, sich selbst wieder kennen zu lernen und Erinnerungen wieder zu erlangen, schreiben ihm drei Menschen Briefe. Sein Jugendfreund Jon ist einer der drei; gefolgt von seinem Stiefvater Arvid und seiner Jugendliebe Silja.

Jeder der drei begreift den Anlass als Chance, über sich selbst zu schreiben. So lernt der Leser deutlich mehr über Jon, Arvid und Silja, als über David selbst, um den die drei Erzählstimmen ihre Kreise ziehen.
Das, was man über David erfährt, bezieht sich vor allem auf den Jugendlichen. Da es sich bei Kennen Sie diesen Mann? um den ersten Band einer Trilogie handelt, werden in den kommenden Bänden wohl Stimmen anderer Weggefährten zu Wort kommen, die David in späteren Jahren begleitet haben. Ganz genau werde ich das auch zukünftig nicht sagen können, denn nach der Qual dieses ersten Bandes werde ich mir die folgenden Bücher mit Sicherheit nicht antun.

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Für Fabelhafte Bücher habe ich letzte Woche mal wieder eine Gastrezension verfassen dürfen: Aharon Appelfelds Ein Mädchen nicht von dieser Welt.

Aus dem Klappentext: „Zwei jüdische Jungen werden von ihren Müttern im Wald versteckt, um sie vor der Verfolgung zu schützen. Ganz allein müssen sie lernen zu überleben. Ihnen hilft nur die Natur – und ein kleines Mädchen, das ebenfalls in großer Gefahr ist. Aharon Appelfeld hat selbst als Kind am Ende des Zweiten Weltkriegs in den ukrainischen Wäldern überlebt. Ein außergewöhnlicher Roman über Vertrauen, Mut und Freundschaft.“

Dieses Buch ist tatsächlich -nicht nur aufgrund des wunderschönen Einbands – fabelhaft.

Meine Gastrezension findet ihr hier.

Was steht daneben im Regal? Die hellen Tage“ von Zsuzsa Bank