Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Vater, Mutter Kind

Annette Mingels – Was alles war

9783813507553_CoverIm Gegensatz zu Tolstois Beobachtung in Anna Karenina, sind nicht nur unglückliche Familien alle unterschiedlich, während sich jede glückliche Familie ähnelt. Es sind ja auch nicht alle Familien entweder immer glücklich oder immer unglücklich. Familien wandeln sich: Sie wachsen, sie schrumpfen, sie trennen sich und finden neu zusammen. Auch ihre Umstände ändern sich: Geld ist mal da, mal nicht, das Timing stimmt mal, und dann wieder nicht, manche Lebensphasen gestalten sich schwierriger als andere. In Was alles war nimmt Annette Mingels verschiedene Familienstrukturen unter die Lupe und wirft im Verlauf des Romans immer wieder die Frage auf, was eine Familie eigentlich ist. Was macht sie aus? Was hält sie im Innersten zusammen?

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Selbstfindungs-Sommer in Schweden

Audur Jónsdóttir – Wege, die das Leben geht 9783442714872_Cover

Seit Jahren wird Eyjas Leben vom Chaos beherrscht. Da ist die alkoholkranke Mutter mit ihren wechselnden, teils gewaltbereiten, Liebhabern, die Schwester, die mit Drogen experimentiert und da ist vor allem ihr Mann Garri. Garri kämpft mit Depressionen und Sucht, hat weder die traumatische Kindheit verarbeitet noch den Winter, in dem er nach einer schlimmen Lawine Verwandte und Freunde aus dem Schnee ausgegraben hat – Greise, Gleichaltrige und Kinder gleichermaßen. Eyjas Wohnung starrt vor Dreck, sie treibt ziellos umher, driftet von einem prekären Beschäftigungsverhältnis zum nächsten. Sie leidet unter ihrem Übergewicht und traut sich wenig zu im Leben. Eine einzige Sache treibt sie an: Der Traum vom Schreiben.

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Ein Suchender

Jakob Wassermann – Faber. Oder: Die verlorenen Jahre 9783717524168_Cover

Der Erste Weltkrieg ist vorbei und Eugen Faber kehrt heim. Schon wenige Wochen nach seinem Dienstantritt ist er in russische Gefangenschaft geraten und nach fünfeinhalb Jahren in Sibirien und China hat er es nach Hause geschafft. Wobei – „nach Hause“ lenkt der frühere Architekt seine Schritte eine ganze Weile erst mal nicht. Er mietet ein Pensionszimmer, irrt durch die Stadt und steht schließlich bei seinem ehemaligen Hauslehrer Fleming vor der Tür, kurz darauf bei der Mutter und seiner Schwester Klara.

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