Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Allen Lane & Penguin Books

WDB2018_Hauptlogo_orange_01Heute ist Welttag des Buches. Zur Feier des Tages werfe ich mal einen Blick auf Taschenbücher, bzw. auf Sir Allen Lane, der in den 1930er Jahren das Verlagswesen revolutioniert hat und Taschenbücher, die sich häufig in Form von Groschenromanen in der Schmuddelecke suhlten,  salonfähig gemacht hat.

2016 wurden in Deutschland  rund 28 Millionen Bücher verkauft. Dabei ist der Marktanteil von Taschenbüchern leicht gesunken; 2016 haben sie 5,5 Prozent weniger Umsatz generiert als 2015. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels begründet das unter anderem damit, dass die Preissensibilität der Kunden gesunken ist „sodass häufiger zum Hardcover gegriffen wird, statt auf das später erscheinende Taschenbuch zu warten“ (Dies und weitere Zahlen findet ihr auf der Webseite des Börsenvereins). Doch in den 30er Jahren (und auch in den folgenden Jahrzehnten) trugen Taschenbücher enorm zur Popularisierung von Literatur bei.

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Eine herbe Enttäuschung

David Foenkinos – Das geheime Leben des Monsieur Pick

In Crozon, einem kleinen Dorf in der Bretagne, schafft der Bibliothekar Jean-Pierre foenkinos-coverGourvec einen besonderen Ort: Einen nicht unbeachtlichen Teil seiner Regale reserviert er für abgelehnte Manuskripte. Der Andrang ist groß, über die Jahre kommen beinahe tausend solcher Manuskripte zusammen. Der Erzähler begründet das so: „Das Ganze hatte etwas von einer Wallfahrt, sozusagen die literarische Variante des Jakobswegs. Indem man Hunderte von Kilometern zurücklegte, um so mit der Enttäuschung, nicht veröffentlichen zu können, innerlich abzuschließen, vollzog man einen wichtigen symbolischen Akt. Es war eine Art, die Wörter aus dem Gedächtnis zu streichen.“

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