Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


Ein Kommentar

Aus der Zeit gefallen

Oliver Hilmes – Ludwig II. Der unzeitgemäße König

Ludwig II von Bayern (1845-1886) eilt dank seiner fantastischen Schlossbauten der Ruf eines Märchenkönigs voraus; seine Obsession mit Richard Wagner hat uns die Bayreuther Festspiele beschert und sein nebulöser Tod im Starnberger See inspiriert bis heute immer wieder neue Verschwörungstheorien. Im öffentlichen Bewusststein ist Ludwig II zur Kunstfigur geworden, die mit der historischen Persönlichkeit nicht viel gemein hat. Das wird dem Leser von Hilmes‘ Biographie schnell klar.

Im Gegensatz zu Autoren früherer Biographien hat Hilmes nicht nur politische Depeschen in Berlin und Wien ausgewertet, sondern sich auch Zugang zum Privatarchiv der Wittelsbacher verschafft. So stützt er sich u.a. auf die Tagebuchaufzeichnungen des menschenscheuen Königs, der auf ärztlichen Rat hin schließlich von seinen Ministern abgesetzt wurde.

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Künstlerin, Forscherin, Geschäftsfrau

Barbara Beuys – Maria Sibylla Merian. Künstlerin, Forscherin, Geschäftsfrau

Maria Sibylla Merian wird 1648 als Tochter des bekannten Verlegers und Kupferstechers Matthäus Merian in Frankfurt geboren. Als sie 1717 fast siebzigjhährig stirbt, hat sie sich einen eigenen Namen  gemacht als herausragende Malerin und Kupferstecherin, vor allem aber als Naturforscherin.

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Nach dem Tod des leiblichen Vaters wächst Maria Sibylla bei ihrer Mutter und deren zweitem Ehemann auf, dem Blumenmaler und Kunsthändler Jacob Marrel. Wie für die Zeit üblich, wird das junge Mädchen in einem Handwerk unterrichtet: Der Stiefvater erkennt früh ihr künstlerische Talent und nimmt sie in die Lehre.

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Bismarck, privat

Waltraut Engelberg – Das private Leben der Bismarcks

Über die Politik des Otto von Bismarck ist den meisten zumindest einiges bekannt. Er hat sich als prägende Gestalt des 19. Jahrhunderts etabliert. Aber war dieser Mann wirklich nur Machtmensch? In Das private Leben der Bismarcks geht die Autorin dieser Frage auf den Grund.

Begonnen wird mit Bismarcks Elternhaus – der oft abwesende und ruhige Vater, der sich wünscht, der Sohn würde Geistlicher, und die ehrgeizige Mutter, die ihr Kinder mit aller Kraft in die höhere Gesellschaft zu pressen versucht.

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