Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


Ein Kommentar

Geplatzte Träume und enttäuschte Hoffnungen

Stefan Brijs – Taxi Curaçao

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Das Buch erhältst du beim Buchhändler deines Vertrauens, oder hier.

An einem Morgen im Jahr 1961 bringt der Taxifahrer Roy Tromp seinen Sohn Max in die Schule, die von der Kirche in einem armen Teil Curaçaos betrieben wird. Roy Tromp ist ein Spieler, der gerne trinkt und viel erzählt wenn der Tag lang ist. Sein gesamtes Geld hat er in seinen Wagen gesteckt – einen neuen, glänzenden Dodge Matador. Als er mit Max vor der Schule vorfährt, laufen die anderen Schulkinder zusammen und bestaunen das prächtige Gefährt.

Roy Tromp hat einen Traum: „Tromp und Sohn“ – denn auch in zweiter Generation soll „Taxi Tromp“ Touristen und wohlhabende Bürger über die Insel fahren.

Max Tromp träumt von anderem: Er will Lehrer werden. Darin bestärkt ihn Bruder Daniel, der ihn unterrichtet und bemerkt, dass der Junge Talent hat. Er setzt sich dafür ein, dass ihm ein Stipendium für den Besuch einer weiterführenden Schule zukommt.

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Glücksmaximierung

Saskia Goldschmidt – Die Glücksfabrikdie_gluecksfabrik-9783423260244

1923: Während im Nachbarland der Nationalsozialismus sein Haupt erhebt, träumt Mordechai de Paauw davon, den familiengeführten Fleischereibetrieb in einem kleinen Ort nahe Amsterdam zu einem Weltunternehmen zu machen. Dabei helfen sollen ihm die wenigen Teile der Tierkadaver, die noch nicht zu Geld gemacht werden; während das Fleisch zu Nahrungsmitteln verarbeitet wird, das Knochenmehl zu Dünger wird, Borstenhaare zu Bürsten und so weiter und so weiter, fällt dem jungen Mordechai auf, dass einige Organe nicht verwendet werden können. Hierfür, so scheint es ihm, muss es eine Verwendung geben. Zur selben Zeit gelingt zwei Kanadiern ein pharmazeutischer Durchbruch: aus der Bauchspeicheldrüse extrahieren sie Insulin.

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Eine Qual…

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Arnon Grünberg – Statisten

Der neunzehnjährige Ewald Krieg weiß nicht recht, was er mit seinem Leben anfangen soll. Das heißt – er hat verschiedene Ideen, und eine ganze Weile betreibt er eine davon mit für ihn ungewöhnlicher Hartnäckigkeit: er will Schauspieler werden. Blöd nur, dass die Schauspielschule Amsterdam ihn ablehnt. Nach seinem gescheiterten Vorsprechen dort trifft Ewald auf Michael Eckstein, der sich Broccoli nennen lässt, und der die Aufnahmeprüfung ebenfalls nicht geschafft hat. Broccoli wohnt alleine in einem großen Haus – die Eltern sind in der Schweiz. Einmal im Monat schaut Mevrouw Meerschwam vorbei, die Putzfrau, die Ewald mit traurigem Blick auf das sie umgebende Chaos immer von den guten alten Zeiten erzählt, als die Herrschaften noch nicht in der Schweiz waren und hier rauschende Feste gefeiert wurden.

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