Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Israelisches Familienepos

Sarit Yishai-Levi – Die Schönheitskönigin von Jerusalem41978nbziNL._SX289_BO1,204,203,200_

Luna Ermoza ist die schönste Frau Jerusalems. Ihre roten Locken und grünen Augen verdrehen den Männern den Kopf und sie genießt ihr Leben in vollen Zügen. Jerusalem ist noch von den Briten besetzt; es sind die frühen 1940er Jahre. In der Stadt formiert sich zunehmend Widerstand gegen die verhassten Besatzer; Sprengsätze explodieren und Lunas Schwester Rachelika meldet sich freiwillig als Ersthelferin.

Sarit Yishai-Levis israelisches Familienepos setzt Jahre später ein und verfolgt die Familiengeschichte noch eine ganze Generation weiter zurück. Lunas Tochter Gabriela möchte nämlich mehr erfahren über ihre Mutter, ihre Familie und den angeblich existierenden Fluch, aufgrund dessen die Frauen ihrer Familie nie glücklich  verheiratet sind, weil ihre Männder sie nicht lieben. Ihre Großmutter Rosa zumindest ist überzeugt davon, dass dieser Fluch ihr und ihren weiblichen Nachkommen das Leben schwer macht.

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appelfeld

Für Fabelhafte Bücher habe ich letzte Woche mal wieder eine Gastrezension verfassen dürfen: Aharon Appelfelds Ein Mädchen nicht von dieser Welt.

Aus dem Klappentext: „Zwei jüdische Jungen werden von ihren Müttern im Wald versteckt, um sie vor der Verfolgung zu schützen. Ganz allein müssen sie lernen zu überleben. Ihnen hilft nur die Natur – und ein kleines Mädchen, das ebenfalls in großer Gefahr ist. Aharon Appelfeld hat selbst als Kind am Ende des Zweiten Weltkriegs in den ukrainischen Wäldern überlebt. Ein außergewöhnlicher Roman über Vertrauen, Mut und Freundschaft.“

Dieses Buch ist tatsächlich -nicht nur aufgrund des wunderschönen Einbands – fabelhaft.

Meine Gastrezension findet ihr hier.

 


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Von Höllentoren, geliebten Sparschweinen und ambitionierten Busfahrern

Etgar Keret – The Bus Driver who Wanted to be God (Der Busfahrer, der Gott sein wollte)
Laut Lorrie Moore ist es ja so: “a short story is a love affair, a novel is a marriage”, und wenn es ums Lesen geht, bin ich anscheinend eher der Heirats-Typ. Ich möchte tagelang in einer Geschichte versinken können um danach völlig benommen wieder aufzutauchen. Dass ich mir durch diese Einstellung vielleicht etwas entgehen lasse, wurde mir klar, als ich Etgar Keret und seine Kurzgeschichten kennenlernte.

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