Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Selbstfindungs-Sommer in Schweden

Audur Jónsdóttir – Wege, die das Leben geht 9783442714872_Cover

Seit Jahren wird Eyjas Leben vom Chaos beherrscht. Da ist die alkoholkranke Mutter mit ihren wechselnden, teils gewaltbereiten, Liebhabern, die Schwester, die mit Drogen experimentiert und da ist vor allem ihr Mann Garri. Garri kämpft mit Depressionen und Sucht, hat weder die traumatische Kindheit verarbeitet noch den Winter, in dem er nach einer schlimmen Lawine Verwandte und Freunde aus dem Schnee ausgegraben hat – Greise, Gleichaltrige und Kinder gleichermaßen. Eyjas Wohnung starrt vor Dreck, sie treibt ziellos umher, driftet von einem prekären Beschäftigungsverhältnis zum nächsten. Sie leidet unter ihrem Übergewicht und traut sich wenig zu im Leben. Eine einzige Sache treibt sie an: Der Traum vom Schreiben.

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Ein Haus voller Frauen

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Kristín Marja Baldursdóttir – Möwengelächter

Nachdem ich von der Eismalerin und den Farben der Insel so begeistert war, konnte ich nicht widerstehen, als mir vor einigen Wochen dieses Buch von derselben Schriftstellerin in die Hände fiel, und ich wurde nicht enttäuscht.

Island, kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs: Die elfjährige Agga wohnt bei ihren Großeltern nachdem beide Eltern von Tuberkulose dahingerafft worden sind. Der Großvater ist meistens auf See, doch das Haus ist trotzdem voll: Aggas Tanten Dódó und Ninna wohnen ebenfalls dort, und in der Kellerwohnung lebt Kidda, die Schwester von Aggas Großvater, die mit ihrem Bruder seit Jahren kein Wort mehr gewechselt hat, doch mit ihrer Schwägerin eng befreundet ist. Jede der Frauen hat ihren Platz und ihre Aufgabe, und wenn es nach der frechen Agga ginge, könnte auch alles einfach weiter seinen Gang gehen. Allerdings kehrt bereits zu Beginn des Buches Freyja zurück, die Tochter von Großmutters bester, inzwischen verstorbener Freundin.

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Karitas findet sich selbst

Kristín Marja Baldursdóttir: Die Farben der Insel

die-farben-der-insel-072075801In der Forsetzung zu ihrem Erfolg Die Eismalerin, setzt Baldursdóttir einige Jahre nach Ende des ersten Buches ein. Karitas lebt zurückgezogen in einem kleinen isländischen Dorf. Sie arbeitet als Kunstlehrerin an der Dorfschule womit sie dank ihres bescheidenen Lebensstils über die Runden kommt. Doch ihre düstere Kunst, die mehr und mehr die Situation der isländischen Frauen thematisiert, verstört die Dorfbewohner. Endlich findet Karitas die Kraft, sich wieder auf den Weg zu machen – nach Paris. Hier entfaltet sich ihr Talent vollkommen. Sie findet Anschluss, stellt ihre Werke aus, und erfährt Anerkennung als Künstlerin.

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