Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


Ein Kommentar

Ein Suchender

Jakob Wassermann – Faber. Oder: Die verlorenen Jahre 9783717524168_Cover

Der Erste Weltkrieg ist vorbei und Eugen Faber kehrt heim. Schon wenige Wochen nach seinem Dienstantritt ist er in russische Gefangenschaft geraten und nach fünfeinhalb Jahren in Sibirien und China hat er es nach Hause geschafft. Wobei – „nach Hause“ lenkt der frühere Architekt seine Schritte eine ganze Weile erst mal nicht. Er mietet ein Pensionszimmer, irrt durch die Stadt und steht schließlich bei seinem ehemaligen Hauslehrer Fleming vor der Tür, kurz darauf bei der Mutter und seiner Schwester Klara.

Weiterlesen


Hinterlasse einen Kommentar

Regen

Heute ist internationaler Tag des Regenschirms. Etwas weniger banal, dafür aber umso schöner, ist folgendes Gedicht von Wolfgang Borchert (1921-1947):

REGENregengedichte

Der Regen geht als eine alte Frau
mit stiller Trauer durch das Land.
Ihr Haar ist feucht, ihr Mantel grau,
und manchmal hebt sie ihre Hand

und klopft verzagt an Fensterscheiben,
wo die Gardinen heimlich flüstern.
Das Mädchen muß im Hause bleiben
und ist doch grade heut so lebenslüstern!

Da packt der Wind die Alte bei den Haaren,
und ihre Tränen werden wilde Kleckse.
Verwegen läßt sie ihre Röcke fahren
und tanzt gespensterhaft wie eine Hexe!


Lust auf mehr Regengedichte? Über diese Zeilen von Borchert bin ich in der Sammlung Gedichte für einen Regentag gestolpert.