Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Mädchen, Ehefrau, Geliebte, Großmutter

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Eva Menasse – Quasikristalle

Menschen reifen und wachsen, sie überdenken ihre Ziele und Wünsche, sie krempeln ihr Leben um und sehen sich plötzlich mit unvorhergesehenen Situationen konfrontiert. Oder bleibt der Mensch an sich gleich und zeigt nur in verschiedenen Situationen ein anderes Gesicht? Präsentieren wir dem Vermieter eine Version unserer selbst, dem Ehemann eine andere, und den Enkeln noch eine weitere?

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Ein Kommentar

Eine zauberhafte Geschichte mit einem Gastauftritt Sigmund Freuds

Robert Seethaler – Der Trafikant

Den Kopf voller Träume und vollkommen blauäugig verlässt der 17-jährige Franz im Sommer 1937 sein Heimatdorf im Salzkammergut und macht sich auf den Weg nach Wien. Dort soll er bei Otto Trsnjek, einem alten Freund seiner Mutter, das Trafikanten-Geschäft erlernen (eine Trafik, am Rande bemerkt, ist ein kleines Tabak- und Zeitungsgeschäft). Trsnjek, der im ersten Weltkrieg ein Bein verloren hat, nimmt den jungen Franz auf seine brummelnde Art unter seine Fittiche und weist ihn schrittweise in das Trafikanten-Dasein ein. Den Großteil seiner Tage sitzt Franz fortan neben der Tür und liest auf Geheiß seines Ausbilders die Zeitungen von vorne bis hinten durch. Ein guter Trafikant muss schließlich informiert sein und diese tägliche Zeitungslektüre formt Franz nachhaltig: „Es war eine Ahnung, die da zwischen den vielen Druckbuchstaben herausraschelte, eine kleine Ahnung von den Möglichkeiten der Welt.“

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Mehr Spannung im Titel als im Buch selbst

Gerhard Jäger: Der Schnee, das Feuer, die Schuld und der Tod

Dr. Max Schreiber ist ein junger Historiker, der im Herbst 1950 in einem abgeschiedenen Tir9783896675712_coveroler Bergdorf eintrifft. In diesem Dorf scheint die Zeit still zu stehen – nur langsam findet die fortschreitende Modernisierung ihren Weg nach oben. Bei den Dorfbewohnern handelt es sich um eine schweigsame, verschworene Gemeinde. Fremden und Fremdem steht man skeptisch gegenüber und dass dieser Dr. Schreiber zu einem Verbrechen forschen will, das im 19. Jahrhundert im Dorf begangen wurde, macht die Sache nicht besser. Eine Hexe soll seinerzeit verbrannt worden sein und auch wenn von den mutmaßlichen Tätern von damals keiner mehr lebt will keiner der Dorfbewohner, dass diese Geschichte ans Licht gezerrt wird. Als sich Schreiber dann auch noch in die stumme Maria verliebt, auf die eigentlich einer der Bauernsöhne aus dem Dorf ein Auge geworfen hat, droht die Situation zu eskalieren. In der Zwischenzeit ist der Winter hereingebrochen und ins Land gegangen; das Dorf ist eingeschneit und die ersten Lawinen brechen sich ihren Weg ins Tal.

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