Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Die Zeit läuft

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Meinen Leseherbst 2016 widme ich Hercule Poirot, dem belgischen Privatdetektiv aus Agatha Christies Feder (s. hier).
Im zweiten Teil dieser Serie stelle ich „Mrs. McGinty’s Dead“ vor („4 Frauen und ein Mord“).

Völlig überraschend erhält Poirot eines Abends Besuch von Superintendant Spence, der ihn aus früheren Jahren kennt. Der Polizist bittet um Hilfe in einem Famcgintyll der eigentlich abgeschlossen ist: in dem kleinen Örtchen Broadhinny ist die ältere Dame Mrs McGinty durch einen Schlag auf den Kopf getötet worden. Der Verdacht ist schnell auf ihren Untermieter James Bentley gefallen, der Spuren der Toten an seiner Kleidung aufweist, generell nicht sehr beliebt ist und dessen Arbeitslosigkeit ihm ein Motiv gibt. Das Ersparte des Opfers ist nämlich aus seinem Versteck entwendet worden. Der Fall ist bereits verhandelt worden, Bentley zum Tode verurteilt, doch Spence kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass etwas nicht stimmt. Zwar mag er Bentley nicht sehr, doch er möchte unbedingt verhindern, dass ein Unschuldiger – so unsympathisch er sein mag – hingerichtet wird.

Poirot verspricht, sich um den Fall zu kümmern und macht sich auf den Weg nach Broadhinny. Er kommt im chaotischen Gästehaus der Familie Summerhayes unter. Die Hausherrin, Maureen, findet er zwar sehr charmant, doch die fehlenden Kochkünste, die unerzogenen Hunde und der konstante Durchzug machen dem Meisterdetektiv zu schaffen und sorgen für komische Momente.

Außerdem hat eine weitere bereits bekannte Figur einen Auftritt: die Schriftstellerin Ariadne Oliver, die mit ihren Krimis große Erfolge feiert und mit Hercule Poirot bereits zuvor zusammengearbeitet hat. Miss Oliver ist zu Gast bei dem aufstrebenden Dramatiker Robin Upward und seiner Mutter und begeistert geht sie Poirot bei den Ermittlungen zur Hand.

Bald stößt Poirot auf eine Spur: ein Zeitungsartikel, den Mrs. McGinty kurz vor ihrem Tod aus der Tageszeitung geschnitten hat und der sich um vier skrupellose Verbrecherinnen dreht. Lebt eine der vier in Broadhinny und hat sich der neugierigen Mrs. McGinty entledigt um ihre wahre Identität geheimzuhalten? Akribisch geht Poirot jeder Spur nach, bringt sich dabei selbst in Lebensgefahr und muss sich zur Eile ermahnen. Denn die Zeit läuft – James Bentleys Unschuld muss bewiesen werden bevor sein Urteil vollstreckt wird.

Der Fall ist bis zum Schluss in gewohnter Christie-Manier gut konstruiert, auch due obligatorische Überraschung am Ende ist nachvollziehbar. Die Leute in Broadhinny decken die unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten und Charakterschablonen ab, sodass man von einem „typischen“ Christie-Dörfchen irgendwo in England sprechen kann. Das Chaos bei den Summerhayes, das als Komik-Element fungiert, ist teils ein wenig zu überzeichnet und driftet leicht ins Alberne ab. Davon abgesehen, ist Mrs McGinty’s Dead ein solider Poirot.

Kurzfazit: Hält alles, was ein Poirot verspricht.

 


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