Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Was das Leben wunderschön macht…

2 Kommentare

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Matt Haig – The Humans (Ich und die Menschen)

Professor Andrew Martin, Mathematiker an der Cambridge University, ist Spezialist für Primzahlen. Mit Büchern zu dem Thema hat er sich einen Namen in der Wissenschaftswelt gemacht, und eines Nachts schließlich gelingt ihm ein Durchbruch – er findet die Lösung zur Riemannschen Hypothese, einem der Millenniums-Probleme.

Am nächsten Morgen spaziert Professor Andrew Martin komplett nackt durch Cambridge, bis die Polizei ihn festnimmt und ihn erst einmal einweist. Ärzte und Umfeld des Mathematikers sind sich schlussendlich einig, dass der arme Mann sich in den letzten Wochen einfach übernommen hat. Mit ein wenig Ruhe sollte er wieder zu sich finden.

Der einzige, der bemerkt, dass dieser Mann nicht mehr er selbst ist, ist Newton, der alte Hund der Familie Martin. Ehefrau und Sohn, Bekannte und Kollegen beobachten ihn zwar besorgt, aber wie sollten sie zu der Erkenntnis gelangen, dass der richtige Professor Martin in jener Nacht von Außerirdischen entführt und getötet wurde, weil diese Außerirdischen verhindern wollen, dass die Menschheit durch zu große Fortschritte in der Mathematik hinter die Geheimnisse des Universums kommt? An Stelle des echten Professors senden sie einen der Ihren auf die Erde um sicherzustellen, dass sämtliche Zeitgenossen Martins, denen dieser von seinem Durchbruch erzählt haben könnte, beseitigt werden.

Wie seine Artgenossen betrachtet der falsche Martin die Menschen mit einer Mischung aus Abneigung und Herablassung:
„Their faces alone contain all manner of hideous curiosities […] The manners and social customs too are a baffling enigma at first. Their conversational topics are very rarely the things they want to be talking about […] Oh, and let’s not forget The Things They Do To Make Themselves Happy That Actually Make Them Miserable. This is an infinite list. It includes – shopping, watching TV, taking the better job, getting the bigger house, writing a semi-autobiographical novel, educating their young, making their skin look mildly less old, and harbouring a vague desire to believe there might be a meaning to it all.”

Die Beobachtungen, die Matt Haig diesen Außerirdischen machen lässt, treffen den Nagel auf den Kopf, und während sich eine innige Freundschaft zwischen dem Hund Newton und seinem neuen Herrchen entwickelt, seziert dieser nebenbei mit wahrhaft britischem, furztrockenem Humor die menschliche Gesellschaft und entdeckt dennoch auch, was das menschliche Leben wunderschön macht – unter anderem Emily Dickinson, klassische Musik und natürlich: Die Liebe.

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2 Kommentare zu “Was das Leben wunderschön macht…

  1. Das hört sich doch mal lustig an. Ich sollte es mir mal ansehen. Trockenen Humor mag ich. Schreibt Matt Haig wie Tom Sharpe?
    Liebe Grüße
    Andrea

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  2. Ich muss gestehen, dass ich Tom Sharpe noch nie gelesen habe (obwohl er seit Jahren auf meiner Liste steht!). Aber wer trockenen Humor mag, sollte mit Matt Haig ganz gut bedient sein 🙂

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