Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Der Königsmörder bereist die Welt

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Patrick Rothfuss – The Wise Man’s Fear (Die Furcht des Weisen Teil 1 & 2)

Wer den Königsmörder Kvothe noch nicht kennt, dem sei hier der erste Teil dieser Reihe ans Herz gelegt.

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Zu Beginn des zweiten Teiles studiert Kvothe noch immer an der Universität. Die Routine, die sich dort in sein Leben eingeschlichen hat scheint zunächst weiter zu bestehen. Immer noch braucht er mehr Geld zum Leben und um die Studiengebühren aufzubringen, als er regulär verdienen kann. Seine beiden Freunde Simmon und Wilem halten ihm weiterhin die Treue, und seine Feindschaft mit Ambrose schwelt vor sich hin.  Rothfuss lässt sich und dem Leser Zeit, sich wieder in die Geschichte einzufinden und nutzt dabei die Gelegenheit, Personen die zuvor nur kurz in Erscheinung getreten sind, deutlicher darzustellen. Auch völlig neue Charaktere werden hinzugefügt, und die Feindschaft zwischen Kvothe und Amvorse gewinnt zusehends an Intensität.

Bevor dieses hin und her dann doch droht, langweilig zu werden, wechselt Rothfuss den Schauplatz. Nachdem ihm von einem der Lehrer nahegelegt wird, seine Talente auch einmal in der richtigen Welt zu erproben und nicht nur in den theoretischen Gefilden des Klassenzimmers, nimmt Kvothe sich eine Auszeit von der Universität und bereist die Welt. So verdingt er sich einem reichen und einflussreichen Edelmann um für ihn eine Reihe verschiedener Aufträge zu erledigen. Dabei steigt er unter anderem in die Feenwelt hinab, entrinnt mehrmals nur knapp dem Tode und lässt sich von den Adem, einem kämpferischen Söldnervolk, ausbilden. Er versucht sich an neuen Sprachen, entdeckt die Liebe mit all ihren Tücken und Schönheiten und versucht immer noch verbissen, den Chandrian auf die Spur zu kommen, die seine Familie so grausam ermordet haben.

Nach dem gemächlichen Einstieg nimmt die Geschichte schnell wieder Fahrt auf, und viele hundert der mehr als tausend Seiten vergehen wie im Flug. Sicherlich hätte der Anfang etwas knapper gehalten werden können und wahrscheinlich könnte man auch Kvothes Zeit bei den Feen und den Adem ein wenig kürzen. Doch auch so wie es ist vermag das Buch zu fesseln, und es ist ein wenig enttäuschend wenn man das Ende erreicht hat um dann festzustellen, dass Rothfuss den dritten Teil noch gar nicht beendet hat. Bleibt zu hoffen, dass der dritte Band dem Leser den Wiedereinstieg in die Geschichte wieder so leicht möglich macht wie dieser hier.

Übrigens: Der zweite Teil der Kingkiller-Chronicles macht in der deutschen Übersetzung den zweiten und dritten Teil aus – was im Original in einem Buch veröffentlicht wurde, ist vom deutschen Verlag in zwei Bänden veröffentlicht worden. 

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