Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Wenn Schriftstellern die Worte abhanden kommen

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original-13178-1424098529-13 In einem offenen Brief in der britischen Zeitung The Guardian schreibt Scheibenwelt-Erschaffer Terry Pratchett offen über sein Schriftsteller-Leben mit Demenz und fordert die Leser auf, verstärkt darauf zu achten, ob man in seinem Umfeld Menschen hat, die vielleicht aufgrund von Demenz auf die eine oder andere Hilfestellung angewiesen sein könnten.

Beim Lesen dieses Briefes drängten sich mir unweigerlich Erinnerungen an den Film „Iris“ von 2001 auf. Hier spielen Judi Dench und Kate Winslet die Schriftstellerin Iris Murdoch, bei der 1996, drei Jahre vor ihrem Tod, Alzheimer diagnostiziert wurde. Es gibt wohl nur wenig das deprimierender wäre, als einem Menschen, der mit Worten Welten schafft, dabei zuzusehen wie ihm die Worte ausgehen. Ihr Mann, der Literaturkritiker John Bailey, hat darüber ein Buch geschrieben das dem Film zugrunde liegt.


Man muss Murdochs Bücher weder kennen noch mögen (obwohl das natürlich hilft) um von dem Film hingerissen zu sein. Taschentücher nicht vergessen.

 

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