Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Freitag / Dreitag (001)

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Es ist Dreitag! Das bedeutet zweierlei. Erstens: morgen ist Wochenende. Zweitens: ich stelle drei Bücher zu einem bestimmten Thema vor. Heute: „Modern Alice“ – Drei sehr junge Protagonisten/innen die sich in der Erwachsenenwelt behaupten müssen.

Joyce Carol Oates: My Sister, My Love (Meines Wissens nicht auf Deutsch erschienen)

„Dysfunctional families are all alike. Ditto ‘Survivors’. Me, I’m the ‘surviving‘child of an infamous American family but probably after almost ten years you won’t remember me: Skyler.“

Skyler Rampike ist der ältere Bruder von Bliss Rampike, einer sechsjährigen Schönheitskönigin, deren Leiche im Heizungskeller ihres Hauses gefunden wird. Zehn Jahre nach dem tragischen Tod der Schwester beschreibt Skyler die Dinge wie sie aus seiner Sicht geschehen sind. Dafür holt er weit aus, beginnt mit der Geschichte zu einer Zeit als er noch einziges Kind seiner Eltern ist. Beschreibt dann wie Bliss dazu kommt und wie die Mutter zur eiskunstlaufenden Kinder-Schönheitskönigin macht. Inspiriert wurde Joyce Carol Oates  zu der Geschichte von der tatsächlichen Ermordung von Kinderstar JonBenet Ramsey 1996. Ein Buch dem eine solche Geschichte zugrunde liegt läuft schnell Gefahr, ins Reißerische oder Kitschige abzudriften. Glücklicherweise hat Joyce Carol Oates den Roman  geschrieben und so handelt es sich um ein spannendes, in fulminanter Sprache geschriebenes, Buch das den Leser mitreisst.

Jodi Picoult: My Sister’s Keeper (Beim Leben meiner Schwester)

“From the moment I was born, I have been the girl with the sick sister. All my life bank tellers have given me extra lollipops; principals have known me by name. No one is ever outright mean to me.”

Die dreizehnjährige Anna ist das Jüngste von drei Kindern. Ihre Eltern haben sich gezielt dazu entschieden, ein drittes Kind zu bekommen, sodass sie als Knochenmarkspenderin für ihre ältere Schwester Kate fungieren kann, die an Leukämie leidet. Jahre lang hat Anna dagegen nicht aufbegehrt, hat geduldig eine Operation nach der anderen über sich ergehen lassen. Doch nun möchte sie über ihren Körper selbst verfügen und leitet drastische Schritte ein. Ein Buch das ohne Berührungsängste ein schwieriges Thema aufgreift und ein interessantes ethisches Dilemma behandelt. Um Längen besser als die Filmversion mit Cameron Diaz!

Karen Russell: Swamplandia (Swamplandia)

„My family, the Bigtree tribe of the Ten Thousand Islands, once lived on a hundred-acre island off the coast of southwest Florida, on the Gulf Side of the Great Swamp. For many years, Swamplandia! was the Number One Gator-Themed Park and Swamp Café in the area.”

Ava Bigtree lebt mit ihren beiden Geschwistern und ihrem Vater in den Sümpfen Floridas. Der Vater betreibt hier einen Alligatorenpark: Swamplandia!. Avas Mutter ist die Hauptattraktion – Scharen von Touristen kommen von überall her um ihr dabei zuzusehen, wie sie unversehrt durch ein Becken voller Alligatoren taucht. Doch Avas Mutter ist vor Kurzem an Krebs gestorben. Deshalb bleiben nicht nur die Touristen aus, auch die Familie bricht auseinander. Avas Bruder verlässt Vater und Schwestern heimlich und verdingt sich auf dem Festland bei der Konkurrenz um Geld zu verdienen. Auch Avas Vater ist eines Morgens plötzlich verschwunden. Also muss Ava sich selbst auf den Weg durch die Sumpflandschaft Floridas machen, um ihre Schwester Ossie wiederzufinden, die sich in einen Geist verliebt hat. Berührende Geschichte mit leisen Momenten und tragikomischen Situationen. Eine ausführlichere Besprechung zu dem Buch gibt es hier. 

Wenn ihr auch zum Dreitag bloggen wollt, könnt ihr den Link zu eurem Post via Kommentarfunktion hier hinterlassen. Bitte seid in diesem Fall so nett und verweist in eurem Blog auf Lesemanie. Selbstverständlich könnt ihr auch das Logo verwenden. Themenvorschläge für zukünftige Dreitage nehme ich gerne an und versuche, sie so schnell wie möglich umzusetzen.

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