Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Geburtstagskind: Charles Baudelaire (09. April 1821 – 31. August 1867)

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“Der dichter ist wie jener fürst der wolke · / Er haust im sturm · er lacht dem bogenstrang. / Doch hindern drunten zwischen frechem volke / Die riesenhaften flügel ihn am gang.“*

Heutiges Geburtstagskind ist Charles Baudelaire, der am 9. April 1821 geboren wurde. Nach unglücklicher Kindheit und Jugend unter dem Joch eines ihm verhassten Stiefvaters, schließt Baudelaire sich der Pariser Bohème an und verprasst seine väterliche Erbschaft. Um Geld zu verdienen, verfasst Baudelaire kunsttheoretische Abhandlungen zu zeitgenössischen Künstlern wie Édouard Manet oder Eugène Delacroix.

1848 erlangt er mit der Übersetzung von Edgar Allen Poe ins Französische Berühmtheit.  Im Jahr 1857 dann erscheint Baudelaires Hauptwerk, Die Blumen des Bösen (Les Fleurs du mal). In Folge wird Baudelaire wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses  angeklagt und aufgefordert, sechs der Gedichte zurückzuziehen, da sie als besonders unmoralisch eingestuft werden.

Nach seinem Tod an Syphilis 1867 erscheinen posthum weitere Gedichtbände von ihm: Le Spleen de Paris das als Gegenstück zu den Blumen des Bösen fungieren soll. Außerdem erscheinen L’art romantique, Curiosités esthétiques und die Journaux intimes.**

Eine deutsche Übersetzung der Blumen des Bösen kann hier eingesehen werden.  Eine weitere sehr umfangreiche Quelle die sich mit diesem Werk befasst (in englischer Sprache) gibt es hier.


* Baudelaire, Charles. „Der Albatros“ Übers. Stefan George. In: Die Lyrik des Abendlandes. Hrsg. Simone Frieling, Anaconda Verlag, Köln: 2009.
** Biographische Angaben sind den beiden folgenden Quellen entnommen: http://gutenberg.spiegel.de/autor/40; http://www.zeno.org/Literatur/M/Baudelaire,+Charles/Biographie
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2 Kommentare zu “Geburtstagskind: Charles Baudelaire (09. April 1821 – 31. August 1867)

  1. Gerade letzten Sonntag war ich über sein „Any where out of the world” gestolpert und habe es in meinem Blog verewigt. Er beschreibt die Seele darin als Krankenhaus, in dem jeder an einem anderen Platz leiden möchte. Irgendwie immer noch sehr aktuell.

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  2. Habe den Post gerade entdeckt und fand ihn so schoen, dass ich ihn direkt einmal hier verlinke 🙂 http://tulpentopf.de/stolperzeilen/stolperzeilen-18-baudelaire-und-die-kirschen-nachbars-garten

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