Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren

Welthandel in allen Epochen

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Philip Parker (Hrsg.): Legendäre Handelsrouten – von Karawanen und Piraten

In diesem bunt bebilderten und abwechslungsreichen Buch werden in verschiedenen Aufsätzen vergangene und moderne Handelsrouten dieser Welt lebendig. Parker beginnt mit Handelsrouten des Altertums – den Phöniziern, Ägypten und dem Mittelmeerraum der späten Bronzezeit. Es geht weiter: durch die klassische Antike, das Mittelalter und das große Zeitalter der Entdecker. Hier widmet sich Parker unter anderem den arabischen Handelswegen (Indischer Ozean und Afrika) und dem Seehandel in Südostasien. Auch amerikanische Handelswege in präkolumbischer Zeit werden beleuchtet. Kolonialismus und Moderne bilden den Abschluss.

Der Herausgeber Philip Parker, ehemaliger Diplomat und Verleger, hat zu jedem Kapitel knappe Einleitungen verfasst, welche die jeweilige Epoche detailliert genug anreißen um Laien einen qualifizierten Einstieg zu bieten, die aber auch knapp genug gehalten sind um Kenner nicht zu langweilen. Jeder Einleitung folgen kurze Aufsätze, die verschiedene Aspekte des Handels genauer unter die Lupe nehmen. Das Ergebnis ist eine bunte Mischung aus Texten, die sich zum einen dem Handel ganz bestimmter Güter widmen: Silberhandel, Kabeljauhandel, Sklaven und Zucker etc.

Zum anderen wird auch die Entwicklung verschiedenster Transportmöglichkeiten vorgestellt: „Das Kamel: Ein neues Transportmittel“, „Die Mittelmeerschifffahrt“, „Vom Segel- zum Dampfschiff“ oder „Die Containerrevolution“ sind nur einige davon.

Auch soziopolitische Faktoren werden nicht außen vor gelassen –  sei es Schwarzer Tod und Skorbut, die Hanse und die Konquistadoren, oder die Entwicklung moderner Kühltechnik und ihre Auswirkungen auf den Fleischhandel – sie alle finden einen Platz.

Parker hat für diese Aufsätze eine Reihe von Spezialisten gefunden, die für ihr jeweiliges Fachgebiet kurze Texte beigesteuert haben: Antony Wild, Historiker der Britischen Ostindien-Kompanie, Dr. George Lane, Professor an der renommierten School of Oriental and African Studies in London, Dr. David Ditchburn, Professor für mittelalterliche Geschichte am Trinity College, Dublin, und einige mehr.

Illustrationen fehlen auf keiner Seite – alte Karten und Schlachtengemälde finden sich hier ebenso wie Fotografien von Schiffsmodellen oder von den Ruinen der großen alten Handelszentren.

Wer nach Abschluss des Buches noch tiefer gehen will (schließlich werden hier die verschiedensten Themen tatsächlich nur kurz angerissen), dem wird auf den letzten Seiten einige weiterführende Lektüre ans Herz gelegt.

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