Lesemanie

Gedankennahrung für Büchernarren


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Ein Elbenheer am Horizont

[Hörbuch] Tad Williams – Die Grenze (Shadowmarch 1)

9783844518047_CoverVor vielen Jahrhunderten haben sich die Elben hinter die Schattengrenze zurückgezogen und die Südmark hat eine recht friedliche Zeit hinter sich. Doch nun häufen sich merkwürdige Vorkommnisse. König Olin ist entführt worden und sein ältester Sohn Kendrick kümmert sich um die Regierungsgeschäfte. Sowohl im eigenen Land als auch im fernen Süden rühren sich Mächte, die es auf den Thron der Südmarksfeste abgesehen haben.

Kendrick bemüht sich nach Kräften, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Seine jüngeren Geschwister, die Zwillinge Briony und Barrick, beschäftigen sich größtenteils mit sich selbst, bis sie sich plötzlich gezwungen sehen, eine aktivere Rolle zu übernehmen.

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Goethe als Lebensratgeber

Stefan Bollmann – Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist

Den Werther habe ich gehasst; der Faust hat mir  damals in der Schule sogar ganz gut gefallen. Und doch war mit Goethe an 9783421046802_Coversich irgendwie immer unsympathisch ohne dass ich dieses diffuse Gefühl genauer hätte beschreiben können. Auch hat mich die Tatsache, dass mir der Faust gut gefallen hat nie dazu bewegen können, mir Goethe über die schulische Pflichtlektüre hinaus anzueignen. Seine Gedichte habe ich nicht gelesen, neben Werther und Faust kenne ich aus seinen Werken nichts.

An Stefan Bollmanns Warum ein Leben ohne Goethe sinnlos ist habe ich mich trotzdem gewagt. Und ich bin froh, dass dem so ist. Bollmann nähert sich in diesem Buch dem großen Hessen nämlich gänzlich unverklemmt und mit neugierigem Blick. Beleuchtet Goethes Kindheit und die Emanzipation vom dominanten Vater, der will, dass der Sohn in seine Fußstapfen tritt und Notar wird. Diese Emanzipation Goethes ist der springende Punkt. Ein Leben ohne Goethe ist nämlich laut Bollmann nicht deshalb sinnlos, weil einem dann teilweise wunderschöne Literatur entgeht. Vielmehr ist ein Leben ohne Goethes Lebensart sinnlos. Bollmann zelebriert nicht nur Goethe, den Wörterschmied, sondern Goethe, den Individualisten, der einen eigenen Weg geht und sich dabei nicht um gesellschaftliche Konventionen und Erwartungen schert.

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